Sticker gegen Rechts 2015 – Ich bin auf Platz 5!

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INnUP veranstaltet seit 2007 Designwettbewerbe für Sticker, meist mit politischem beziehungsweise gesellschaftlichem Hintergrund. Heute ging der sechste “Sticker gegen Rechts”-Wettbewerb zu Ende und ich war dabei.
Nachdem vor einer Woche nur noch die bestbewerteten 20 aus zirka 350 Beiträgen zur finalen Wahlrunde übrig blieben, war ich ziemlich happy, dass mein Beitrag noch dabei war. Ich hatte meinen Beitrag sehr früh eingereicht und war schon überrascht, dass sich Leute tatsächlich die Zeit genommen haben, bis ganz nach unten zu scrollen um sich überhaupt alles anzusehen. Und dann haben die noch für mich gevotet. Wahnsinn.
Und heute guck ich nach und bin tatsächlich nicht nur in den Top Ten, sondern schön in der Mitte, auf Platz 5. Gut, kein Gewinnerplatz, aber man ist das geil!!

Und neben dem emotionalen Ausbruch möchte ich jetzt noch ein bisschen was zu meinem Motiv loswerden, (Ich hätte auch einige Gedanken zu anderen Beiträgen, aber da verzichte ich lieber drauf. Nur so viel: ich bin mit den drei Gewinnern sehr zufrieden, es gab viele schöne Beiträge, aber mit manchen hätte ich auch gerne mal ausführliche Diskussionen über diverse Themen geführt…)
Also, mein Motiv:
Ich habe das Motiv im Grunde schon 2008/2009 entwickelt.
20141226_132303Der Spruch ist weitgehend bekannt von Woody Guthries Gitarren. Ich fand ihn immer faszinierend, da ich zum einen die Bezeichnung einer Gitarre als Maschine künstlerisch interessant finde und außerdem das metaphorische töten von Faschisten eine tolle Sache ist. Ich sage das “metaphorisch” bewusst mit, weil die Gitarre wohl kein Mordwerkzeug ist und eher metonymisch für die Musik steht und auch, weil ich eine denkende und fühlende Welt ohne Faschismus lieber durch Abschaffung dieses Gedankengutes, als durch Gewalt erreichen möchte.
Jedenfalls war für mich schnell die Assoziation der Maschine zum Gehirn geboren. Was Woody durch musikalische Kunst und Emotion auf seinen Gitarren verbalisierte, wollte ich durch durch den Sitz unseres Seins und Denkens verbildlichen. Außerdem erschien mir die Verknüpfung zwischen Hirn und Maschine in einem Zeitalter, in dem an biologischen Computern geforscht wird durchaus passend. Und ich bin auch ein großer “Ghost in the Shell“-Fan… Jedenfalls beschichtete ich eine Leinwand mit einem Gemisch aus Putz und anderen Substanzen und malte auf diesen Fakebeton mit Acrylfarbe und Marker meinen Entwurf. Es war die Phase in der ich mit Streetart in Berührung kam, aber das ganze eher massentauglich aufziehen wollte.
Letztes Jahr fiel mir das Motiv wieder ein, als ich nach einem Wallpaper für meinen neuen Laptop suchte und ich habe eine moderne und schickere Version gemacht und gleich noch nen Sticker für den Laptopdeckel ausgedruckt und mit Klarsichtfolie überzogen.machine kills fascists IMG_1590

Damit war das ganze fertig und als ich von dem Wettbewerb erfuhr, war die Sache gebongt.
Und somit sitze ich nun hier und war privater und emotionaler und unüberlegter als das ganze hier je werden sollte, aber es wird auch eher die Ausnahme bleiben

 

Ein Gedanke zu „Sticker gegen Rechts 2015 – Ich bin auf Platz 5!“

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