Vergleichsbilder: Nachtfotografie

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Hier ist ein Bild, dass ich im Winter nachts geschossen habe. Besonders im Winter habe ich immer mit diesem gelblichen Licht zu kämpfen, hat wohl eine Menge mit Lichtverschmutzung zu tun glaube ich.

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Das zweite Bild hier zeigt, wie ich mit ein paar Photoshop Kniffen versucht habe etwas näher an das natürliche Farbgefühl heranzukommen, welches ich beim schießen des Bildes hatte.

Gedanken über menschliches Leiden

manche sind gleicher

Alles, was Menschen einander antun basiert auf der Tatsache, dass wir verschieden sind. Wir sehen verschieden aus, reden verschieden, glauben an verschiedene Dinge, leben verschieden, verdienen verschieden viel, haben verschiedene Geschlechter, wenn wir ehrlich sind leben fast alle von uns in ganz verschiedenen Welten. Wenn Menschen anderen  grausame Dinge antun liegt es fast immer an solchen Verschiedenheiten, oder zumindest haben sie einen großen Anteil. Wir distanzieren uns von denen die anders sind und je Größer der Grad der Andersartigkeit, desto leichte fällt es uns sie nicht als gleichwertig zu betrachten, desto eher sind wir gewaltbereit, ob nun psychisch, verbal oder physisch. Das funktioniert natürlich auch andersherum, je ähnlicher uns jemand erscheint, desto mitfühlender sind wir. Nicht umsonst erzählen Nachrichtensender rund um den Erdball einem jedes mal wie viele Landsleute unter den Opfern waren. Eine Busexplosion in irgendeinem Schwellen- oder Dritte-Welt-Land würde es ohne Touristen doch nie in unsere Nachrichten schaffen.

Aber warum nutzen wir das nicht, warum machen wir, statt uns an die Unterschiede zu klammern, nicht die Gemeinsamkeiten  zum Fokus? Unsere größte Gemeinsamkeit, wir sind Menschen, Lebewesen, Erdenbewohner. (Falls du eine Extraterrestrische Lebensform sein solltest, die mich irgendwo in Beta-Centauri liest, streich vielleicht das mit Menschen und Erdenbewohner, aber selbst mit dir können wir uns als Lebewesen identifizieren.)

“Psychiatric Report”

Ich habe gerade GTA5 zum zweiten mal durchgespielt, das erste mal war “damals” auf Konsole. Beim ersten Durchspielen ist der Psychiatrische Bericht von Dr. Friedlander leider verschollen. Aber diesmal bin ich kein Risiko eingegangen und habe direkt auch einen Screenshot gemacht. Hier könnt ihr jetzt als lesen, was ein Videospielfigurpsychologe über mich bzw. Michael denkt. Die Urteile ergeben sich alle aus dem Spielstil.

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Story: Harte Worte – oder: Die Asigkeit des Literaturpunks

Blut schmecken, Scherben essen, mittlerweile ziemlich billige Metaphern. Zu vielen Hardcoreschreiberlingen wurden durch Hunter S.Thompson, Brett Easton Ellis und Chuck Palahniuk Türen und Tore geöffnet. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, ich bin sogar sehr dafür, aber es gibt kaum noch gute Metaphern für mich, weil diese ganzen Literaturpunks das schon alles abgegrast haben. Dabei schmecke ich gerade wirklich Blut, es klebt mir am Rachen. Ich hatte noch nie in meinem Leben Nasenbluten, noch nie floss mir die rote Suppe aus den Nüstern, aber ich habe des öfteren blutverkrustete Popel und gerade fühlt es sich an als würde ein Teer aus Blut und Schnodder zäh und konzentriert von den Nebenhöhlen in meinen Mund und Hals hinunter fließen.
Ich trinke Whisky um den Geschmack weg zu bekommen und den Teer lösen und hinunterwürgen zu können. Doch es bringt nichts, verhaftet bleibt der Geschmack am Gaumen kleben und verdrängt alles, jedes Gefühl, selbst das beißen des phenoligen Alkohols auf Fassstärke. Nichts scheint noch etwas wert zu sein, nichts IST noch etwas wert, nur der Geschmack von Blut bleibt. Und das ist nicht mal eine Metapher, das ist die beschissene Wahrheit. Und das ist so traurig, es wäre eine gute Metapher, ist aber eine wirklich beschissene Wahrheit.

Story: Kainsmal

Meine Familie? Nun, sie ist alt. Sie ist älter als jede andere um genau zu sein. Sie geht zurück bis zum absoluten Nullpunkt der Menschheit, zumindest der väterliche Teil. Laut Bibel trifft das zwar eigentlich auf jeden zu, aber bei mir besonders. Ich weiss nicht wie vertraut du bist mit der Bibel und der christlichen Mythologie, aber es gibt etwas, das sich Kainsmal nennt. Also, Adam war der erste Mensch, er hatte zwei Söhne mit Eva, vor Eva gab es noch Lilith, aber das ist ein so düsteres Kapitel, dass nichtmal ich daran rühren mag. Jedenfalls waren diese zwei Söhne Kain und Abel, zwei sehr unterschiedliche Männer. In einem Streit um Gottes Gunst brachte Kain seinen Bruder um. Und da beginnt eigentlich die ganze Geschichte, auch wenn dieser Teil eher unbekannt ist. Denn Gott strafte Kain für seine Tat mit einer Strafe so unfassbar grausam, dass sie manchem auf den ersten Blick wie ein Geschenk erscheint, das Kainsmal. Weiterlesen…