Gedanken über menschliches Leiden

manche sind gleicher

Alles, was Menschen einander antun basiert auf der Tatsache, dass wir verschieden sind. Wir sehen verschieden aus, reden verschieden, glauben an verschiedene Dinge, leben verschieden, verdienen verschieden viel, haben verschiedene Geschlechter, wenn wir ehrlich sind leben fast alle von uns in ganz verschiedenen Welten. Wenn Menschen anderen  grausame Dinge antun liegt es fast immer an solchen Verschiedenheiten, oder zumindest haben sie einen großen Anteil. Wir distanzieren uns von denen die anders sind und je Größer der Grad der Andersartigkeit, desto leichte fällt es uns sie nicht als gleichwertig zu betrachten, desto eher sind wir gewaltbereit, ob nun psychisch, verbal oder physisch. Das funktioniert natürlich auch andersherum, je ähnlicher uns jemand erscheint, desto mitfühlender sind wir. Nicht umsonst erzählen Nachrichtensender rund um den Erdball einem jedes mal wie viele Landsleute unter den Opfern waren. Eine Busexplosion in irgendeinem Schwellen- oder Dritte-Welt-Land würde es ohne Touristen doch nie in unsere Nachrichten schaffen.

Aber warum nutzen wir das nicht, warum machen wir, statt uns an die Unterschiede zu klammern, nicht die Gemeinsamkeiten  zum Fokus? Unsere größte Gemeinsamkeit, wir sind Menschen, Lebewesen, Erdenbewohner. (Falls du eine Extraterrestrische Lebensform sein solltest, die mich irgendwo in Beta-Centauri liest, streich vielleicht das mit Menschen und Erdenbewohner, aber selbst mit dir können wir uns als Lebewesen identifizieren.)

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