Einfach mal im Raum bleiben, egal wer der Klügste ist

kluger raum

„Wenn Du der Klügste im Raum bist, dann bist Du im falschen Raum.
(If you’re the smartest one in the room, you’re in the wrong room.)”
– Richard Tirendi

Auch wenn kaum einer mit dem Urheber dieses Satzes etwas anfangen kann, ist dieser Satz doch mittlerweile so ziemlich jedem bekannt. Allein, er ist ziemlicher Schwachsinn. Weiterlesen…

„Weibliches Viagra“ – Gedanken zu ‘Flibanserin’

female viagra

In den USA könnte demnächst zum ersten mal ein Medikament zugelassen werden, das einzig zur Erhöhung des Sexualtriebs dient. Dieses, ganz speziell auf die weibliche Körperchemie abgestimmte, Präparat wird in den englischsprachigen Medien gerne als „female viagra“ bezeichnet. Allerdings hat es mit Viagra eigentlich gar nichts zu tun. Weiterlesen…

Warum Aliens existieren müssen – oder: Warum man manchmal glauben muss

aliens

Ich glaube, dass hochentwickelte Aliens existieren. Ich glaube das nicht weil ich ein Spinner bin und nicht weil es statistisch überaus unwahrscheinlich ist, dass wir allein im Universum sind. Ich glaube es, weil ich es um meiner eigenen geistigen Gesundheit Willen glauben muss. Weil die Vorstellung, dass wir tatsächlich die Krone der Schöpfung sind etwas beängstigendes hat.

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Gedanken über menschliches Leiden

manche sind gleicher

Alles, was Menschen einander antun basiert auf der Tatsache, dass wir verschieden sind. Wir sehen verschieden aus, reden verschieden, glauben an verschiedene Dinge, leben verschieden, verdienen verschieden viel, haben verschiedene Geschlechter, wenn wir ehrlich sind leben fast alle von uns in ganz verschiedenen Welten. Wenn Menschen anderen  grausame Dinge antun liegt es fast immer an solchen Verschiedenheiten, oder zumindest haben sie einen großen Anteil. Wir distanzieren uns von denen die anders sind und je Größer der Grad der Andersartigkeit, desto leichte fällt es uns sie nicht als gleichwertig zu betrachten, desto eher sind wir gewaltbereit, ob nun psychisch, verbal oder physisch. Das funktioniert natürlich auch andersherum, je ähnlicher uns jemand erscheint, desto mitfühlender sind wir. Nicht umsonst erzählen Nachrichtensender rund um den Erdball einem jedes mal wie viele Landsleute unter den Opfern waren. Eine Busexplosion in irgendeinem Schwellen- oder Dritte-Welt-Land würde es ohne Touristen doch nie in unsere Nachrichten schaffen.

Aber warum nutzen wir das nicht, warum machen wir, statt uns an die Unterschiede zu klammern, nicht die Gemeinsamkeiten  zum Fokus? Unsere größte Gemeinsamkeit, wir sind Menschen, Lebewesen, Erdenbewohner. (Falls du eine Extraterrestrische Lebensform sein solltest, die mich irgendwo in Beta-Centauri liest, streich vielleicht das mit Menschen und Erdenbewohner, aber selbst mit dir können wir uns als Lebewesen identifizieren.)

Sticker gegen Rechts 2015 – Ich bin auf Platz 5!

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INnUP veranstaltet seit 2007 Designwettbewerbe für Sticker, meist mit politischem beziehungsweise gesellschaftlichem Hintergrund. Heute ging der sechste “Sticker gegen Rechts”-Wettbewerb zu Ende und ich war dabei.
Nachdem vor einer Woche nur noch die bestbewerteten 20 aus zirka 350 Beiträgen zur finalen Wahlrunde übrig blieben, war ich ziemlich happy, dass mein Beitrag noch dabei war. Ich hatte meinen Beitrag sehr früh eingereicht und war schon überrascht, dass sich Leute tatsächlich die Zeit genommen haben, bis ganz nach unten zu scrollen um sich überhaupt alles anzusehen. Und dann haben die noch für mich gevotet. Wahnsinn.
Und heute guck ich nach und bin tatsächlich nicht nur in den Top Ten, sondern schön in der Mitte, auf Platz 5. Gut, kein Gewinnerplatz, aber man ist das geil!! Hier noch etwas Hintergrund zu meinem Motiv

Spinnereien über die ich manchmal nachdenke #01

sprachliche spinnereien

Mal Hand auf’s Herz, hat jemand von euch schon einmal über folgende Dinge nachgedacht?

1. Bier könnte theoretisch ein Kompositum aus ‘bi’ und ‘er’ sein und wäre somit ein Begriff für einen männlichen bisexuellen.
2. Das Wort eingefleischt ist ein wunderbarer deutscher Ausdruck dafür, dass jemand die Inkarnation von etwas ist, könnte aber auch wunderbar auf jemanden angewandt werden, der sich zum Beispiel mit Mett eingerieben hat. Ähnlich verhält es sich bei bestuhlten Konzerten…
3. Das Verb heißt ‘stehlen’, aber das Nomen ‘Diebstahl’, dabei müsste es doch wohl ‘Stehlung’ heißen, sonst klingt das doch mehr wie das Metall eines Diebs. Was ist das überhaupt mit ‘Dieb’ und ‘stehlen’? Das Verb könnte doch auch ‘dieben’ sein…
4. Bei genderneutralen oder viel mehr genderneutralisierten Begriffen ist es in der Regel so, dass dem männlichen Begriff ein ‘(/)in(nen)’ angehängt wird um in weiblich zu machen, zum Beispiel: Glaser – Glaser’in’ → ‘Glaser/in(nen)’
4,5. Einem Begriff wird doch meistens einfach nur ein ‘er’ (zum Teil plus Bindepartikel und zum Teil minus Nominalendung) angehängt um daraus eine Berufsbezeichnung zu machen, zum Beispiel: Tischl’er’, Glas’er’, Schust’er’, Mal’er’, Dicht’er’ Wieso ersetzt man dieses ‘er’ nicht durch ‘sie’?
5. (Okay, das folgende ist ein gern genutztes Beispiel und deswegen vielleicht doch etwas bekannter:) eine Mädchenhandelsschule könnte ohne die korrekte Betonung genauso gut eine Schule für Mädchenhandel sein
6. ‘Merkwürdig’ ist ein Synonym für seltsam, wenn man es aber rein als Kompositum betrachtet, dann heißt es doch nur, dass etwas ‘würdig’ ist be- oder ge’merkt’ zu werden. Bei ‘fragwürdig’ ist es genauso, nur bei ‘denkwürdig’ ist die bekannte Bedeutung passend…

Ich denke über solche , ähnliche und noch viel mehr unnütze Sachen andauernd nach. Das macht mich weder klug, tiefgründig noch zu etwas besserem. Es macht mich nur zu einer Person wie mir, die über komische Sachen nachdenkt. Auch wenn das jetzt womöglich lustig zu lesen ist und euch leidlich gut unterhalten hat, bleibe ich trotzdem der, der ich bin: ein Mensch ohne Sinn und Ziel. Womöglich gar ein Loser… Aber das ist kein Selbstmitleid, einige meiner Helden sind Loser. Auch Loser können glücklich sein.

P.S.: Ja, ich weiß, meine Notierung hier ist nicht wissenschaftlich korrekt. Und sie ist vielleicht auch nicht perfekt, aber ich habe mich bemüht, sie möglichst verständlich hin zu kriegen.

Pornos und Essen – Es geht um Gelüste

foodpornPornografie ist jedem von uns ein Begriff, also nur vom Hörensagen, den Schweinkram guckt sich doch keiner an. Der Begriff Foodporn ist womöglich weniger bekannt, aber doch ziemlich selbsterklärend: wie Pornografie hat Foodporn die Absicht den Konsumenten zu erregen, nur eben nicht sexuell, sondern kulinarisch. Weiterlesen…

Gedenktage #01: 21. Februar – Tag der Muttersprache

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Es gibt Gedenk- und Feiertage für so ziemlich alles auf diesem Planeten. Viele davon erscheinen dem Durchschnittsbürger jedoch als, gelinde gesagt, merkwürdige Auswüchse eigentümlicher Enthausiasten. Der Tag der Muttersprache ist wahrscheinlich einer davon.
Ein unnötiger Tag, den sich verkopfte Kulturfreaks, Gutmenschen und Akademiker ausgedacht haben um auf ein irrelevantes Problem aufmerksam zu machen. Was hat denn das mit unserem Alltag zu tun? Man spricht seine Muttersprache und gut ist, das kann doch gar nicht aussterben!
Aber weit gefehlt, Weiterlesen…